The Red Monster: Die VR3-Testmaschine

Weniger Verwindung
und Gewackle aller Lenkungsteile, für eine direktere und damit bessere Lenk- und Fahrwerkskontrolle.
Weniger Gewicht,
denn die ausgefeilte VR-3 Prüfmethode zeigt schonungslos nicht nur alle hochbelasteten Stellen eines Bauteils, sondern auch jene Stellen, an denen nutzloses und damit überflüssiges Material angehäuft ist.






DH 2002.2 Teststandard











The "Red Monster" VR-3.

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  Realitätsgerechte Prüfstandards
 

Wir haben der Wirklichkeit mit Erfolg "auf's Maul geschaut": Auf dem Syntace VR-3 Prüfstand und dem Syntace Impacttester versagen Biketeile an den gleichen Stellen und auf die gleiche Art und Weise wie in der Praxis. Das erlaubt uns, präzise Voraussagen über das Leben des Bauteils im täglichen Einsatz zu machen, bevor wir das erste Stück verkauft haben. Dazu ist zuerst eine umfassende Realdaten-Aufnahme in freier Natur nötig (wie z.B. die von 'Tour‘,'Bike', Velotech und der TU Hamburg-Harburg durchgeführten DMS-Messfahrten). Und dann eine Testmaschine, die auch nach Millionen von Hüben das in wiederholbar genaue, kraftgesteuerte Belastungsstöße umsetzt.

Abschliessend sei uns erlaubt, darauf hinzuweisen, dass trotz den oben erwähnten technischen und praktischen Anstrengungen auch ein Syntace Produkt schlicht und ergreifend seinen Geist aufgeben kann.

Aber die Wahrscheinlichkeit können wir für Sie sehr niedrig halten.

   

  CHECK THE TESTS
Jo Kliebers 8 Goldene Regel für Sicherheitstest an Bike-Teilen*
 

1. Wirklichkeitsgerechte, korrekte Krafteinleitung
Dazu ist eine umfassende Realdaten-Aufnahme in freier Natur nötig (wie z.B. die von ?tour", ?bike", Velotech und der TU Hamburg-Harburg durchgeführten DMS-Messfahrten). Und dann eine Testmaschine, die diese Erkenntnisse auch nach Millionen von Hüben in wiederholbar genaue, kraftgesteuerte Belastungsstöße umsetzt. Andernfalls sollte man den Test lieber bleiben lassen, weil er sonst dümmer und nicht klüger macht!

2. Wie im wirklichen Leben
Sicherheitsrelevante Fahrradteile brauchen ?Mehrstufentests“ mit einer Mischung aus ganz kleinen (sehr häufig vorkommenden) bis ganz großen Kräften (alle heilige Zeiten einmal). Der Prüfling muss dabei so auf der Prüfmaschine montiert werden, wie das?in echt“ auf dem Fahrrad passiert. Ungünstige, vom Hersteller erlaubte Situationen, sowie der ?naheliegende Fehlgebrauch“ inbegriffen. Und: Die Zug- und die Druckkraft innerhalb eines Doppelhubes dürfen nicht gleich hoch sein (also z.B. mehr Druck als Zug). Technisch einfache, billigere Einstufen- tests** taugen beispielsweise zum Testen von Ventilfedern in Motoren, aber nicht für Fahr- und Fluggestelle.

3. Lebenslang
Nicht die Tatsache, dass ein Prüfling bricht, sondern wann er das tut, erlaubt eine korrekte Beurteilung seiner Sicherheit. Das Entwicklungsziel heißt ?Betriebsfestigkeit“ - der Kompromiss aus niedrigem Gewicht und hoher Sicherheit. Für jedes Einsatzgebiet (z.B. Wettkampf-MTB, Straßen-Rennrad, Citybike) schaut dieser Kompromiss anders aus. Deshalb erfordert jeder Einsatzzweck seinen eigenen, an den realen Bedingungen ausgerichteten Prüfstandard (z.B. DH 2002.2 für Lenker und Vorbauten wettkampftauglicher MTBs). Gute Prüfmaschinen sind eigentlich nichts anderes als ?Zeitmaschinen“. Mit ihrer Hilfe können innerhalb von wenigen Tagen viele, viele Fahrradlebensjahre simuliert werden. Und dann die Freigabe für den Verkauf des Produkts gegeben werden. Ohne solche ?Zeitmaschinen“ bräuchten Entwickler von Fahrradteilen, um ihrer Sache wirklich sicher zu sein, hunderte von Testfahrern und ca. 10 Jahre Zeit ...

4. Einer ist nicht genug
Die Lebensdauer von unterschiedlichen Exemplaren des gleichen Baumusters eines Herstellers weicht oft um mehr als 50% voneinander ab, in Extremfällen sogar bis über das 20fache. Deshalb müssen immer mehrere Prüflinge getestet werden. (Absolutes Minimum: 3+1)! Ebenso wichtig ist die Zugabe eines Sicherheitsfaktors, d.h. die Prüfkräfte werden um einen festgelegten Faktor gegenüber den in der Realität gemessenen Kräften erhöht (Faustregel: Je kleiner die Anzahl der Stichproben, um so höher muss der Sicherheitsfaktor gewählt werden). Das schwächste Exemplar eines Baumusters zeigt dann, für welchen Zweck dieses Produkt mit einem verantwortbaren Risiko eingesetzt werden kann.

5. Keine Hochrechnungen
zur Festsetzung des Lebensdauer-Mindeststandards, nach dem Motto: Wie viele Hübe muss das Teil wohl auf der Maschine mindestens aushalten? Denn die wahrscheinlichen Hochrechnungsfehler sind wesentlich größer als zum Beispiel die Unterschiede zwischen guten und schlechten Produkten. Deshalb darf nur realistisches ?Benchmarking“ (der reproduzierbare, direkte Vergleich mit seit Jahren bewährten Referenz-Modellen) zur Einstufung und zum Urteil führen. Dazu braucht es allerdings mehr als einen ?Schnellschuss“... nämlich zuerst einmal jahrelanges Daten sammeln und auswerten, bis die Lastspiel-Mindeststandards verlässlich genug stehen.

6. Fahrrad-Lebensgeschichten
gibt es mehr als eine

... und zwar sehr unterschiedliche. Ein wirklich nutzbares Testurteil hat dieser Tatsache gerecht zu werden. Die einschichtige ?nur gut/nur böse-Logik“ (John Wayne lässt grüßen) verdunkelt mehr als sie beleuchtet. Stattdessen ist die Einstufung der Testkandidaten in ineinander übergehende, praxisgerecht definierte Nutzungsbereiche gefragt. Erst diese ermöglicht jedem Kunden seine persönlich angemessene Kaufentscheidung. Denn ein ?Einkaufs-MTB“ braucht beispielsweise nicht unbedingt einen renntauglichen und gleichzeitig superleichten Downhill-Lenker.

7. Glasnost
Zu einem seriösen Testbericht gehört eine klare Dokumentation, wie getestet wurde. Damit gemeint ist die Veröffentlichung aller wichtigen Parameter des gesamten Prüfablaufes in übersichtlicher, leicht verständlicher Form sowie mindestens ein aussagekräftiges Foto der Prüfstandsanordnung

8. Einmal ist nicht genug
Für Hersteller und Vertreiber von sicherheitsrelevanten Fahrradteilen gilt: Blinde Kuh spielen ist unverantwortlich und gefährlich. Deshalb: Augen auf und von jeder Produktionsserie Stichproben auf die Prüfmaschine!
Zum Lernen ist immer die richtige Zeit. Schließlich ist dumm sein für Bike-Entwickler (und andere Menschen) keine Schande. Aber dumm bleiben.

P.S.: Wer Interesse an tiefergehenden Details der VR-3 Prüfstandards (DH, Road, etc.) hat, kann bei uns gerne kostenlos weitere Informationen anfordern. Meinungen und Verbesserungsvorschläge sind ausdrücklich erwünscht und
herzlich willkommen. GoldeneRegeln@syntace.com

* Technisch gesagt: Betriebslasten-Versuche an sicherheitsrelevanten Komponenten.
**?Nullstufentests“ (also gar keine) sind allerdings noch schlechter als Einstufentests...
 Jo Klieber ? Dammweg 1 ? D-83342 Tacherting ? Germany Tel.: +49 8634 - 66 666 ? Fax: 6365 ? Syntace@syntace.de

   

 

VR-3 test machine

 

impact testing

 

hardness testing

 

corrosion testing

 

hand measurement